Best of Swiss Web Award

Im Kongresshaus Zürich wurden gestern Abend zum 7. Mal die «best of swiss web»-Awards verliehen. Awards werden in einer Reihe von Kategorien (wie z.B. Business Efficiency, Online Marketing, Usability) verliehen, die höchste Auszeichnung «Master of Swiss Web» erhielt local.ch - Glückwunsch! Alle weiteren Informationen rund um die Award-Show sollten sich demnächst unter www.bestofswissweb.ch finden lassen. Wir vom Orbit-iEX-Tisch unter dem Präsidium von Messeleiter Giancarlo Palmisani sind erst nach dem offiziellen Teil der Award-Show zur Höchstform aufgelaufen, beginnend beim traditionell exquisiten Desert mit «Luxemburgerli» von der Zürcher Confiserie Sprüngli.

Die Show

Die Show

 

Giancarlo

Messeleiter Orbit-iEX Giancarlo Palmisani (rechts)

 

After Show

Nach der Show

Videoclip für die Orbit-iEX 2007

Zur Orbit-iEX 2007, die wir von 4C business campaigning GmbH begleiten, gibt es jetzt einen Videoclip. Neben vielen anderen Werbemitteln soll auch der Clip zum Erfolg der Orbit-iEX beitragen, die vom 22. bis 25. Mai im Messezentrum Zürich stattfindet. Mal sehen, ob jemand den Sprecher erkennt ...

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Nachtrag (3.4.), der Clip jetzt auch bei youtube.com 

 

Parteiübergreifender Blog der NZZ zu den Zürcher Kantons- und Regierungsratswahlen

Wo immer man politisch steht, die altehrwürdige NZZ ist einfach eine ausgezeichnete Zeitung mit hoch qualitativen Angeboten. In der Nacht zu heute hat sie einen parteiübergreifenden Blog zu den anstehenden Zürcher Kantons- und Regierungsratswahlen aufgeschaltet. Aus allen 9 beteiligten Parteien schreiben Politikerinnen und Politiker Beiträge; das zentrale Thema ist derzeit Jugendkriminalität. Vermutlich werden solche Blogs bei künftigen Wahlkämpfen zur Grundausstattung der politischen Auseinandersetzung gehören.

Schon die Tatsache, dass die NZZ diesen Blog aufgeschaltet hat, ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass Blogs im Bereich politischer Kampagnen an Bedeutung gewinnen. Die Frage ist, in welche Richtung dies führt. Die Kommunikation wird dichter, soviel ist klar. Aber sonst, cui bono? Ist der Transparenzgewinn für die Wahlbevölkerung substantiell? Gibt es eine online-offline-Brücke? Vielleicht müssen sich die beitragenden Politiker in Zukunft noch vorsichter äußern? Kann ein Politiker mit guten Beiträgen überhaupt gewinnen? Wie hoch ist das Risiko, mit einem schlechten Beitrag oder auch nur einem einzigen unbedachten Satz dem politischen Gegner Munition für dessen Attacken zu liefern? Schaun mer mal.

NZZ-Blog zu den Zürcher Kantons- und Regierungsratswahlen 2007

Blogstudie 2007

Eben sind die Ergebnisse der Blogstudie 2007 publik geworden, die die Uni Leipzig zusammen mit der Suchmaschine Ask.com erstellt hat. Am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig arbeitet Prof. Ansgar Zerfaß, der unter dem Titel „Die neuen Meinungsmacher“ (2005) eine exquisite Untersuchung zum Thema Weblogs veröffentlicht hat. Zu diesem Thema wurden 600 Internetnutzer in Deutschland für die Blogstudie 2007 befragt. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie:
- Blognutzer sind «investigative Multiplikatoren»
- es können fünf Typen von Blognutzern unterschieden werden (Selbstdarsteller, Informationssucher, aktive Konsumenten, Wissensdurstige, Social Networker)
- Weblogs geben Impulse für neue Ideen und wirken auf Meinungsbildung ein

Bemerkenswert ist, dass nur etwa ein Viertel der Befragten den Inhalten von Corporate Blogs trauten. Private Blogs, Medienblogs, journalistische Blogs und Fachblogs schnitten deutlich besser ab. Über die Substanz von Corporate Blogs muss damit noch nichts gesagt sein. Da bräuchte es schon eine solide Inhaltsanalyse, die Corporate Blogs mit anderen Blogs über einen hinreichenden Zeitraum hinweg vergleichend untersucht.

Hier geht es zur Blogstudie 2007

Weisheit & Web 2.0

Mit der Frage «Wie viel Weisheit steckt im Web 2.0?" beschäftigt sich Ulf von Rauchhaupt in einem aktuellen Artikel auf FAZ.NET, dem in seiner Unaufgeregtheit wenig hinzuzufügen ist. Einige der bisherigen Kommentare zum Artikel auf der FAZ.NET-Website bestätigen selbigen, nolens volens.

von Rauchhaupt_Weisheit & Web 2.0

Kommentare zu von Rauchhaupt

Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2007 ....

Weihnachtsmann

... wünscht Christian

Integration von Weblogs in den Kommunikationsmix

CR beim Euroforum

Gestern leitete ich einen Workhop unter dem Titel «Integration von Weblogs in den Kommunikationsmix». Er war Teil der Fachtagung «User Generated Content», bei der Vorträge rund um die neuen Kommunikationsformen des Web 2.0 gehalten wurden. Im schönen Renaissance Zürich Hotel in Glattbrugg hatte sich ein hoch qualifizierter Teilnehmerkreis eingefunden, zum Thema Weblog waren die Teilnehmer bereits bestens infomiert. Wir bearbeiteten gemeinsam zwei praktische Beispiele, in denen es im Kern darum ging, Weblogs nicht als Selbstzweck, sondern als Instrument zu begreifen, das in eine ziel- und wirkungsorientierte Unternehmensstrategie eingebunden werden muss.

Mit Weblogs wird ein ziemlicher Hype veranstaltet, bei dem gelegentlich übersehen wird, dass nicht jedes Unternehmen ein Weblog braucht. Andererseits haben Weblogs spezifische Fähigkeiten, die andere Kommunikationskanäle nicht anbieten; in Krisenzeiten beispielsweise ist ein hoch frequentiertes Weblog wertvoll, ein Unternehmen kann so schnell und ungefiltert agieren. Ob Corporate Blog oder nicht, eines aber dürfte schon bald Standard sein, nämlich dass Unternehmen relevante Blogs identifizieren und systematisch beobachten; hierfür sollte ein systematisches Monitoring-System installiert werden. Denn auch wenn in den 57 Millionen Blogs, die derzeit bei Technorati gemeldet sind, fast ausnahmslos individuell unwichtige Informationen stehen, so kann doch ein Unternehmen von einem Gerücht in einem viral verbreiteten Blogbeitrag massiv geschädigt werden.

Nachlese Berliner Politiktage

Boris Palmer

Eine kleine Nachlese zu den Berliner Politiktagen, die letzten Mittwoch endeten. Am Ende der Veranstaltung stand die Verleihung der Politikawards 2006. Die Fachzeitschrift politik&kommunikation würdigte die erfolgreichsten Akteure und herausragende Leistungen im Bereich der politischen Kommunikation. Bei der Verleihung im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums wurden ausgezeichnet:

Kategorie Kampagnen von politischen Institutionen:
SPD Berlin (Wahlspot «Pflügers Friends»)

Kategorie Kampagnen von öffentlichen Institutionen:
EU-Informationskampagne Österreichs

Kategorie Kampagnen von gesellschaftlichen Institutionen:
Imagekampagne «Deutschland – Land der Ideen»

Kategorie Public Affairs:
Behinderten- und Sehbehindertenverband Niedersachen (Volksbegehren zur Wiedereinführung des Blindengeldes)

Kategorie Corporate Social Responsibility:
Shell Jugendstudie

Kategorie Aufsteiger des Jahres:
Boris Palmer (neuer Oberbürgermeister von Tübingen)

Kategorie Kampagnenmanager des Jahres:
Bernd Bauer (Imagekampagne «Du bist Deutschland»)

Kategorie Lebenswerk:
Otto Schily (Bundesminister des Inneren a.D.)

So ganz zu Ende waren die Berliner Politiktage mit der Preisverleihung noch nicht, denn im Anschluss an die Preisverleihung ging es mit einer lustigen Party weiter. Das politische Personal, das scheinbar die politischen Geschicke Deutschlands und die Diskussion über diese Geschicke bestimmt, war dort zu einem Gutteil vertreten. Aus Prinzip wichtige Leute (z.B. der Weltweise Hans-Ulrich Jörges vom «Stern»), Kampagnenmanager (Machnig, Spreng usw.), Politologen (Falter, Korte usw.) sowie aktive und altgediente Politiker (Bütikofer, Schily, Genscher) – mit den Anwesenden hätte man Sabine Christiansens sonntägliche Quasselrunde bereits zur Hälfte für ein ganzes Sendejahr füllen können.

Eine wirklich positive Erscheinung war Boris Palmer (im Bild). In seiner Jugend Maienblüte, gerade mal 34 Jahre alt, hat er es als Grüner geschafft, in Tübingen die Amtsinhaberin von der SPD aus dem OB-Sessel zu kippen. Er machte nicht nur bei der Preisverleihung einen sehr sympathischen Eindruck, sondern war später beim (alkoholfreien) Gespräch an der Bar ebenso locker. Palmer steht für die ganz junge Generation der Grünen in Deutschland, die selbstbewusst pragmatische Politik betreibt und zu SPD und CDU Äquidistanz hält.

Sehenswert: Wahlspot "Pflügers Friends"

Campaigning on tour ... Berlin. Teil 7: Berliner Politikkongress

Am gestrigen Mittwoch gingen die Berliner Politiktage mit dem Politikkongress und der Verleihung des Politikaward 2006 zu Ende.

Am Anfang des Politikkongresses hielt Alastair Campbell zu früher Stunde einen brillanten Vortrag unter dem Titel "Winning elections: political campaign management". Campbell war viele Jahre lang die "Stimme von Tony Blair" und wird als einer der besten "spin doctors" der Welt betrachtet. Sein Vortrag war in Aufbau und Darbietung knapp und konzise, was seine Empfehlung für Erfolg versprechende Kampagnen spiegelte: Ein klares Ziel - eine klare Strategie - klare taktische Maßnahmen. Das hört sich nach Binsenwahrheit an. Aber in einer Welt, die - anders als vor 30 Jahren - uns rund um die Uhr mit Nachrichten eindeckt, ist die Konsistenz von Ziel, Strategie und Taktik zwingend nötig und zugleich nur schwer zu erreichen.

Interessant waren natürlich auch die kleinen "Geheimnisse" aus dem Nähkästchen, und zwar nicht nur einige Bemerkungen über "Tony". Campbell betrachtet Bill Clinton als den besten politischen Kommunikator (nicht Blair!). Er führte hier Clintons Überleben der Lewinsky-Affäre an. Clinton habe ihm seinerzeit erklärt, wie er damals vorging: Ziel: Skandal politisch überleben. Strategie: Das tun, was sein Job ist, nämlich als Präsident der USA handeln. Massnahmen: Alle wissen lassen, dass er genau das und nichts anderes tut. Natürlich ist damit noch nicht gesagt, dass man eine solche Affäre überlebt, aber jedenfalls hat Clinton seine Hausaufgaben gemacht.

Campbells Klarheit erinnerte mich ein wenig an Ausführungen von James Carville, Mastermind hinter Clintons Sieg von 1992. Aus diesem Wahlkampf gibt es zwei Bücher, die für jeden Campaigner Pflichtlektüre sind: Von George Stephanopoulos "All too human" (1999) mit hoch interessanten Ausführungen über die Probleme, wenn eine politische Wahlkampagne nach dem Wahlsieg in Regierungshandeln überführt werden soll. Etwas weniger informativ, aber dafür sehr viel amüsanter ist von James Carville und seiner Frau Mary Matalin: "All's Fair: Love, War and Running for President" (1995). Beide waren privat ein Paar, doch während Carville in Clintons "war room" rackerte, arbeitete Matalin auf der anderen Seite für die Wiederwahl von Georg Bush sen. Von Carville stammt auch der legendäre Ausspruch, den jeder Campaigner verinnerlicht haben sollte: "When your opponent is drowning, throw the son of a bitch an anvil."

Programm des "Politikkongress 2006"

Campaigning on tour ... Berlin. Teil 6: degepol und pro:campaigning.

Meier

Heute Nachmittag traf ich Dominik Meier. Er ist bei "miller und meier consulting GbR" in Berlin und Brüssel tätig, außerdem ist er Vorsitzender der in Berlin angesiedelten Deutschen Gesellschaft für Politikberatung (degepol). Die degepol sieht das Berufsfeld Politikberatung vor neue Herausforderungen gestellt. Dies erfordert eine verstärkte Professionalisierung und ein neues Selbstverständnis von Politikberatung. Unter anderem auf Professionalisierung zielt auch unser Branchenverband pro:campaigning, allerdings umfassender und auf Campaigning insgesamt bezogen. Wir von 4C business campaigning GmbH und von pro:campaigning werden in Zukunft enger mit degepol zusammenarbeiten.

Degepol

pro:campaigning
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