Thank you for smoking Mr. President
Der Boulevardpresse ist zu entnehmen, dass Barack Obama allen Ratschlägen seiner Berater zum Trotz immer noch heimlich raucht. Die Zigarettenindustrie muss in Jubelstürme ausbrechen. Warum? Wenn der erste schwarze amerikanische Präsident, also der mächtigste Mann der Welt (?), zur besseren Stressbewältigung zum Glimmstängel greift, muss da wohl was dran sein...
Im sehenswerten US-Streifen «Thank you for smoking» versucht Nick Naylor als Speerspitze der Zigarettenindustrie krampfhaft, Zigis im Filmbusiness wieder salonfähig zu machen. Der Plan: In Hollywood-Filmen sollen nicht mehr nur Psychopathen und Terroristen rauchen, sondern auch wieder Brad Pitt und Catherine Zeta Jones - nachdem sie im Weltall wilden Sex hatten versteht sich. Das soll der Zigarette wieder zu einem echt coolen Image verhelfen. Dieser Traum der Tabakindustrie könnte mit Obama als stressgeplagtem Heimlichraucher wieder Auftrieb bekommen.
Ob die Zigarettenindustrie die Steilvorlage kommunikativ (zumindest mit Worten) aufgreifen wird? In etwa so: «Er steht unter Stress wie kein zweiter und raucht. Was sagt euch das?»
Ich wage es zu bezweifeln. Zu sehr stehen die Zigarettenmultis unter Beschuss und agieren aus einer Position der Schwäche heraus. Aber wer weiss, vielleicht überraschen sie mich ja. Ich werd die Sache auf jeden Fall im Auge behalten.




